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Unfallchirurgie Knie

Meniskuschirurgie Minimalinvasiv-Arthroskopisch

Die stadiengerechte Versorgung von degenerativen und traumatischen Meniskusschädigungen stellt heute ein routinemäßiges Verfahren dar. Dabei kommt in unserem Zentrum je nach Meniskusverletzung und Patientenvoraussetzung die

  • Meniskus "Naht"(z.B. resorbierbare Spezial-Anker)
  • Meniskus "Transplantation"
  • Oder nur wenn erforderlich die verletzungsabhängige Teil-(bis Total-) Resektion zur Anwendung. Der Grundsatz der Resektion lautet dabei: Immer nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich Resektion des Meniskus.
Die Abbildungen zeigen von links nach rechts illustrativ einen klassischen Korbhenkelriss des Meniskus, der problemlos mittels einer resorbierbaren Dart-Refixation erhalten werden kann.

Kreuzbandchirurgie Minimalinvasiv-Arthroskopisch

Es gibt derzeit gängige zwei Versorgungsmuster in Bezug auf den Ersatz des vorderen und hinteren Kreuzbandes. Dabei kommt entweder die sog. Hamstrigsehne (Sehne des Musculus semitendinosus und/oder Sehne des Musculus gracilis) oder die Patellasehne (Kniescheibensehne) als Transplantat zum Einsatz. Beide Techniken/Transplantate haben Ihre speziellen Vorteile, die auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten sind. Bei einer Kreuzbandverletzung können wir Ihnen das für Sie geeignete Transplantat in minimalinvasiver-arthroskopischer Technik implantieren.

Abb. zeigt von links nach rechts: Frischer Riss des vorderen Kreuzbandes (Pfeil). Rein arthroskopischer Ersatz mit Hamstringsehne (Pfeil: Sehne des M. semitendinosus).

Weichteile nach Operation in minimal-invasiver Technik (grüne Pfeile Arthroskopiezugänge, blauer Pfeil Entnahmestelle der Sehne)

Kniegelenkserhalt bei Knorpelschädigung

Stadiengerechte Therapie von Knorpelläsionen
Die Schädigung des hyalinen Knorpels an den Gelenken (insb. Kniegelenk) war bisher in vielen Fällen eine irreversible Schädigung. In unserem Zentrum sind wir in der Lage Ihnen die heutig zur Verfügung stehenden rekonstruktiven Verfahren der Knorpelchirurgie anzubieten.

Stadien der Knorpelschäden (0-IV°) und wie sie therapiert werden sollten. Hellblau ist der hyaline Knorpel, rot der darunter liegende Knochen.

Tissue Response

(Bildung von Ersatzknorpel, sog. Faserknorpel)
Dieser Knorpel ist nicht so widerstandsfähig, deckt jedoch den Defekt und kann somit die weitere Arthroseausbildung verzögern oder sogar verhindern.
Dazu gehören die

  • Abrasions-chondroplastik (Knorpelglättung im Stadium I und II)
  • Mikrofrakturierung (umschriebene Knorpelzerstörung III-IV° bis 2 cm² mit intaktem Umgebungsknorpel)
  • Abrasions-arthroplastik (sog. BIOPROTHESE)
Durch Körnerung Induktion eines Knorpelregenerates/Faserknorpels.

Knochen-Knorpeltransplantation (sog. Oats)

Hierbei werden aus einer nicht belasteten Zone Knochen-Knorpeldübel in eine zerstörte Knorpelregion (insb. Belastungszone) in einer Operation transplantiert. Indikation: bis max. 3-4cm² III-IV° Knorpelschädigung

Tissue Engeneering

(Sog. MACI = Matrix-gekoppelte, autologe Chondrozyten Implantation)
Hierbei werden dem Patienten in einer ersten Operation (Arthroskopie) Knorpelzellen entnommen und nach ca. 2–3 Wochen in einer 3-Dimensionalen Form (Miniarthrotomie) wieder eingesetzt. Dabei sind III und IV° Knorpeldefekte bis zu einer Größe von 12 cm² komplett ersetzbar. Dies stellt nach derzeitigem Wissenschaftsstand neben der begrenzten (bis max 3–4 cm²) Knochen-Knorpeltransplantation die einzige Möglichkeit dar hyalinen Knorpel wieder zu ersetzen. Neben dem Kniegelenk sind weitere Einsatzgebiete das Sprungbein (Talus), das Ellenbogengelenk und die Oberarmkopfgelenkfläche (Humerus).

Abb. von links nach rechts: Einsatz des Transplantates hier am Beispiel einer Defektstelle an der Kniescheibenrückfläche.

Kniegelenksersatz

bei Arthrose in navigierter Technik mit kleinem operativen Zugang
Grundsatz
Eine Arthrose ist nicht heilbar. Eine medikamentöse- oder physikalische Therapie kann lediglich die Beschwerden der Arthrose lindern. Eine erfolgreiche Behandlung einer fortgeschrittenen Kniegelenks-Arthrose ohne Operation ist nach heutigem Entwicklungsstand nicht möglich. Das Therapieziel ist die Schmerzfreiheit und Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit mit verbesserter Lebensqualität.

Abb. zeigt eine schwere Kniegelenksarthrose in allen Anteilen des Gelenkes.

Therapie der Kniearthrose
Bei der Therapie der Kniearthrose beträgt die Gesamtkomplikationsrate bei geplanter Knieprothesenimplantation weniger als 1%! Die Standzeiten der Prothese liegen bei etwa ca. 98% in 20 Jahren. Eine Eigenblutspende ist möglich.

Anforderungen an die Prothesen-Werkstoffe sind hoch.

Die eingesetzten Materialien in unserem Zentrum

  • TITAN (Hypoallergen)
  • Co-Cr (Standard)
  • Polyethylen (Standard-Kunststoff-Inlay)

weisen eine sehr gute biologische Verträglichkeit, eine hohe Stabilität, eine hohe Gleitfähigkeit der Gleitpaarung, eine minimale Reibung der Gleitpaarung und einen minimalen Abrieb der Gleitpaarung auf. Bei Osteoporose wird häufig eine Hybrid-Implanation durchgeführt (tibiale Gelenkflächen geklebt). Natürlich wird die Operation durch ein Navigationssystem unterstützt (kein Roboter!). Durch die exakte und achsgerechte Platzierung bei ca. 5000 möglichen Freiheitsgraden (Fehlermöglichkeiten) wird eine Verbesserung der Lebensdauer der Prothesen erreicht wie bereits große Studien zeigen konnten. Die Patienten können nach der Operation die operierte Seite sofort vollbelasten.

  • OXINIUM

Die Leistungsfähigkeit unserer Prothesen wird durch die Verwendung des hoch entwickelten Gleitwerkstoffes OXINIUM noch verstärkt. Es handelt sich um eine Verbindung aus Metall und Keramik mit noch besseren mechanischen und biologischen Qualitäten.

Unsere Prothesentypen, die wir stadiengerecht einsetzen

  • Hemi-Schlittenprothese
  • Reiner retropatellarer Ersatz (OXINIUM)
  • Deuce System (sog. 2/3 Prothesen aus OXINIUM)
  • Oberflächenprothese (sog. Überkronung, Standardprothese)
  • Rotationsprothese (teilgekoppelte Prothesen, bei schwersten Athrosen mit Instablitäten)
  • Tumorprothese (Spezialprothesen)
Klinisches Beispiel einer O-Beinarthrose beider Kniegelenke. Das linke Knie wurde navigiert durch eine Oberflächenprothese ersetzt. Im Bild rechts unten ist die Achskorrektur deutlich sichtbar. Rechte Knie-Seite des Patienten hier noch nicht versorgt.

Bild einer X-Bein Kniegelenksarthrose (Valgusgonarthrose) (links) und Versorgung mittels einer navigierten, eingebrachten und zementfreien Prothese (rechts).

Journey PFJ

Patello-femorales Gelenk aus OXINIUM bei reiner Arthrose hinter der Kniescheibe; dabei wird das übrige Gelenk geschont.

Journey Deuce System

Bi-kompartimentelles Kniesystem aus OXINIUM; hierbei kann ein nichbetroffener Gelenkabschnitt von der Üerkronung ausgespart bleiben.

Adresse

METROPOL MEDICAL CENTER (MMC), Erlangen-Spardorf

Buckenhofer Str. 4
91080 Spardorf

Kontaktdaten

+49 (0) 9131 81198-80

+49 (0) 9131 81198-99

http://www.orthopaedie-neurochirurgie.com

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Nützliche Links

Ärztekammer
Kassenärztliche Vereinigung
Mitglieder im Berufsverband der Orthopäden