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Oberarmbruch

Oberarmbruch

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen wurde ein Bruch des Oberarms (proximale Humerusfraktur) operiert.
Hiermit möchten wir Ihnen einen Überblick über die Nachbehandlung geben.
Dieses Schema ist für die meisten Patienten geeignet und dient als Orientierung.
Informationen nach der Operation durch Ihren Operateur über Besonderheiten, Anweisungen aus Ihrem Arztbrief oder Operationsbericht sind auf jeden Fall zu berücksichtigen.

Worauf muss ich besonders achten?

Meistens betrifft dieser Bruch ältere Patientinnen mit schlechter Knochenqualität. Zunächst muss der Bruch verheilen, in der Frühphase ist daher eine Ruhigstellung in einer Klettschiene (Gilchrist-Verband oder Traumaweste)

Bild

Ziel der Nachbehandlung ist die optimale Gratwanderung zwischen Schonung zur ausreichenden Heilung einerseits und Bewegung zur Vorbeugung von Einsteifungen andererseits.
Für leichte Büroarbeiten ist die Arbeitsunfähigkeit 2-3 Wochen, für körperlich schwere Arbeiten 8-12 Wochen.
Durch den Bruch kann sich in 20% der Fälle auch Monate später eine Schrumpfung des Kopfes entwickeln, die dazu führen kann, dass ursprünglich passende Schrauben zu lang werden und überstehen (partielle Humeruskopfnekrose). Dann kann es nach einigen Monaten plötzlich zu zunehmenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. Dann ist evtl. eine teilweise oder komplette Metallentfernung nötig.
Oft verbleibt bei den meist älteren Betroffenen eine gewisse Funktionseinschränkung und verringerte Beweglichkeit.

Bei Rückfragen sind wir jederzeit für Sie da.
Ihre Ärzte des ZON

Rehabilitation nach proximaler Humerusfraktur (Oberarmbruch)

Zeitpunkt Belastung Schiene/Orthese Physiotherapie Besonderheiten
Tag 1 und 2 Keine Gilchristverband
24 h/Tag
Lymphdrainage,
Pendelübungen
Redonzug,
Entlassung nach
Hause
Tag 3 bis 14 Keine Gilchristverband
24 h/Tag
Pendelübungen,
Passive Beübung
bis ca. 60
Anteversion und
Abduktion
Abschwellung,
Fadenzug
Woche 3 bis 6 Assistive
Beübung,
Übergang zur
aktiven
Bewegung ohne
Belastung
Gilchristverband
zur Nacht
Erweiterung der
Beweglichkeit
schrittweise bis 90°
Röntgenkontrollen
Woche 7 bis 3. Monat Maximal 2 kg Keine Erweiterung der
aktiven
Beweglichkeit
ohne Belastung
Schonende
sportliche Belastung
(Joggen,
Schwimmen) mgl.
4. bis 6. Monat Übergang zur
Vollbelastung
Keine Kraftaufbau,
Rückkehr zum
Sport
Endergebnis wird
erreicht, bei
Verschlechterung
ggf Röntgenkontrolle