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Schlüsselbeinbruch

Schlüsselbeinbruch (Claviculafraktur):

Dies ist nach dem Speichenbruch am Handgelenk der zweithäufigste Knochenbruch beim Erwachsenen. Häufig sind hier Stürze oder auf den ausgestreckten Arm, z.B. bei einem Sturz vom Fahrrad.

Symptome:
Neben Schmerzen und teilweise Unfähigkeit, den Arm zu heben, ist oft aufgrund der nur geringen Weichteildecke eine Stufenbildung und Schwellung am Schlüsselbein zu sichtbar.  (s. Abbildung) 

Diagnose:
Auch hier ist die Röntgenaufnahme das entscheidende Mittel zur genauen Einschätzung der Verletzung. Am häufigsten sind mit ca. 80% die Brüche im mittleren Drittel des Schlüsselbeins. Es folgen die Brüche am äußeren Drittel des Schlüsselbeins.

Behandlung:
Die am häufigsten vorkommenden Brüche im mittleren Drittel können operativ oder konservativ behandelt werden.  Operiert werden muss bei offenen Brüchen mit Hautdurchspießung oder drohender Durchspießung, instabiler Schulter bei Begleitbrüchen des Schulterblatts („floating shoulder“) und langstreckigen mehrteiligen Brüchen.

Konservativ kann bei unverschobenen Frakturen; bei Kindern, bei geringem Funktionsanspruch oder bei schweren Grunderkrankungen behandelt werden. Hier wird der betroffene Arm in einer Armschlinge oder auch im Rucksackverband für ca. 6 Wochen ruhiggestellt , nach etwa 2-3 Wochen sollte mit behutsamer Krankengymnastik begonnen werden , um die Beweglichkeit zu erhalten. Über ein spezielles Ultraschallgerät („LIPUS“) kann die Knochenheilung angeregt/beschleunigt werden, dies wird in Deutschland nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten liegen bei ca. 2000 Euro.

Bis vor ca. 10 Jahren wurden diese Verletzungen meistens konservativ behandelt. Meistens verheilte das Schlüsselbein, jedoch oft mit einer gewissen Verkürzung durch überlappende Bruchenden und Muskelzug. Dies führte speziell bei jungen aktiven Patienten im Langzeitverlauf zu Bewegungseinschränkungen und gehäuftem Vorkommen von Schulterschmerzen sowie Neigung zu Einklemmungssyndromen (Impingement) der Schulter.

Daher wird auch bei vermeintlich einfachen Brüchen bei Verkürzung eine Operation empfohlen.

Die Operation erfolgt meistens durch ein offenes Einrichten mit einer Platte und Schrauben, seltener kann auch eine Schienung im Knochen durch einen Draht erfolgen.

Nach der Operation ist der Arm in einer Schlinge ruhiggestellt und eine vorsichtige Krankengymnastik ist nach 2-3 Wochen sinnvoll.

Prognose:
Je nach Verletzungstyp gibt es einfache Verläufe mit einigen Wochen Ruhigstellung bis zu komplizierten Verläufen mit mehrfachen Operationen und Verpflanzung von Knochenspänen.

Aufgrund der Anatomie ist die Durchblutung des Schlüsselbeins eingeschränkt, es besteht nur ein dünner Weichteilmantel, wodurch es zu schlechter oder verzögerter Knochenheilung kommen kann.

Im Allgemeinen können Sie für die meisten Brüche mit einem guten Resultat rechnen. Durch die Platten kommt es im Verlauf oft zu einem störenden Gefühl, sodass häufig das Metall entfernt wird. Es wird empfohlen, ca. 1,5 Jahre nach Operation abzuwarten, um erneute Brüche zu vermeiden.

Gelegentlich wird vor einer Metallentfernung eine Computertomographie nötig sein, um festzustellen, ob der Bruch komplett verheilt ist.

Claviculafraktur

Claviculaplatte

CT Humerusfraktur S 6 I 2

Platte Clavicula

Adresse

Zentrum für Orthopädie, Neuro- und Unfallchirurgie im
METROPOL MEDICAL CENTER (MMC)

Virnsberger Straße 75
D-90431 Nürnberg

Kontaktdaten

+49 (0) 911 99904-400

+49 (0) 911 99904-422

http://www.orthopaedie-neurochirurgie.com

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Publikationen
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